Against Repression in Catalonia

2017.25.11 - Parteitag DIE LINKEThis resolution (from our group) was passed by the conference of the Berlin LINKE on 25 November 2017 (German version below). Photo: © Michael van der Meer

DIE LINKE.Berlin condemns the disempowerment of the Catalonian government, the forced administration by the Spanish central government and the imprisonment of Catalan government ministers.

DIE LINKE.Berlin criticizes the German government and the EU for their support of the Spanish governments in its authoritarian contact.

The LINKE.Berlin condemns the Spanish government for imposing a new election and already announcing that it will dissolve parliament again should pro-independence parties win a majority on 21 December

Justification

After the proclamation of the Catalan republic on 29 October, the senate in Madrid decided to suspend Catalonian autonomy and to depose the government and the head of police. Since then, several members of the Catalonian government have been imprisoned or have been issued with international arrest warrants.

The conflict around the status of Catalonia has diverse roots and the aspiration for an independent state has grown strongly in recent years, in particular due to the refusal of the Spanish government to make constitutional reforms. The conflict around the status of Catalonia is also about basic democratic rights. The movement for a referendum about the status of the region is united with the wish for a large parts of the population for more social justice and an end to neoliberal politics, which the Spanish government implemented during the economic crisis.

Conversely, as a result of public pressure, the Catalan government has passed many progressive laws, which have been scrapped by the Spanish central state. Against forced evictions and for providing poor families with energy in Winter, for the building of social housing, against fracking and for equal rights of women at work. In February 2017, 300,000 people demonstrated in Barcelona, demanding that the Spanish state accept more refugees. The Spanish government reacted to all demands, to suggested laws and to the referendum on 1 October with violence and repression.

The German government and the EU cannot give Rajoy a blank check for the violent suppression of protest which were supported by a large proportion of the public.

Resolution proposed by: DIE LINKE.Berlin working group „Internationals“

 

Dringlichkeitsantrag: Gegen Repression in Katalonien

DIE LINKE. Berlin verurteilt die Entmachtung der katalanischen Regierung, die Zwangsverwaltung durch die spanische Zentralregierung und die Verhaftungen Katalonischer Regierungsmitglieder.

DIE LINKE.Berlin kritisiert die Bundesregierung und die EU für ihre Rückendeckung der Spanische Regierung in ihre autoritären Verhalten.

Die LINKE Berlin verurteilt, dass die Spanische Regierung Neuwahlen erzwungen hat und bereits angekündigt hat, das Parlament wieder aufzulösen, sollten die Parteien der Unabhängigkeit der Mehrheit am 21. Dezember gewinnen.

Begründung

Nach Ausrufung der Republik Katalonien am 29. Oktober beschloss der Senat in Madrid die Aussetzung der Autonomie Kataloniens und die Absetzung der Regierung und des Polizeipräsidenten. Inzwischen wurden mehrere Mitglieder der katalanischen Regierung verhaftet bzw. wurden gegen weitere internationale Haftbefehle ausgestellt.

Der Konflikt um den Status Kataloniens hat vielfältige Wurzeln und die Bestrebungen nach einem unabhängigen Staat sind in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Weigerung der spanischen Regierungen gegen Verfassungsreformen stark gewachsen. Im Konflikt um den Status Kataloniens geht es auch um demokratische Grundrechte. Die Bewegung für ein Referendum über den Status der Region verbindet sich mit dem Wunsch breiter Teile der Bevölkerung nach mehr sozialer Gerechtigkeit und einem Ende neoliberaler Politik, die die spanischen Regierungen in der Finanz- und Wirtschaftskrise durchgesetzt haben.

Die katalanische Regierung hingegen hat unter dem Druck der Bevölkerung zahlreiche fortschrittliche Gesetze verabschiedet, die der spanische Zentralstaat wieder kassiert hat: Gegen Zwangsräumungen und für Energielieferungen für arme Familien im Winter, für sozialen Wohnungsbau, gegen Fracking und für die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz. Im Februar 2017 demonstrierten in Barcelona 300.000 Menschen dafür, dass der spanische Staat mehr Geflüchtete aufnimmt.Die spanische Regierung reagierte auf alle Forderungen und Gesetzinitiativen und das Referendum am 1. Oktober mit Gewalt und Repression.

Die Bundesregierung und die EU dürfen der Regierung Rajoy keinen Blankoscheck für die gewaltsame Niederschlagung des von breiten Teilen der Bevölkerung getragenen Protests erteilen.

Antragsteller: Die LINKE Berlin LAG Internationals

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